Mittwoch, 19. September 2012

Rückblicke

Die Marktsaison hat mit dem Markt am letzten Wochenende ihr Ende gefunden. Zumindest die Mittelaltermärkte ruhen jetzt erstmal eine Weile bis nächstes Jahr. Aber das heist nicht, das wir/ ich ruhe haben werden, denn es muss einiges Ausgebessert werden und ich werde auch auf 2 kleinen Märkten hier in der Region, quasi hier im Dorf zugegen sein.
Beide Märkte werden vom Heimatverein Bönen- Flierich organisiert. Einmal ein Oktoberfest, am 27. Oktober am alten Backhaus und einmal der Advents-/ Weihnachtsmarkt am Samstag vor dem ersten Advent, ebenfalls am alten Backhaus.
Ich muss zugeben, auf die beiden Märkte freue ich mich bereits sehr.

Nun möchte ich aber erstmal ein bisschen was zur vergangenen Marktsaison schreiben.

Angefangen hat ja alles mit Ostern dieses Jahres, wenn man bedenkt, dass das Jahr bald wieder um ist.. meine Herrn.


Nun, der Markt in Hohensyburg war unser erster Markt der Saison, wie ich schon erwähnte und wie ihr vermutlich mitbekommen habt. Wir dachten damals noch, es ist April, es ist Frühling, das Wetter darf jetzt noch bescheiden sein. Dem war auch so. Es war nass und kalt. Bei teilweisen Minustemperaturen haben wir uns nachts ganz schön den Pöppes abgefrohren.
Nunja, es war aus unserer Sicht, bis auf ein paar kleine Missverständnisse mit der Organisation, und natürlich dem bescheidenen Wetter wo niemand was für kann, ein schöner Markt, der all unsere Erwartungen für den ersten Markt der Saison durchaus übertroffen hat. Und für den ersten Markt war es sogar der Umsatzstärkste.


Über das Mühlenfest Milte möchte ich eigentlich nicht soviel schreiben, von Umsatz kann einfach keine Rede sein, aber zumindest war es nicht kalt und nass, sondern nur kalt.


Der letzte Markt den wir im April hatten, war Schwerte Ebberg. Ein schöner kleiner Markt, Eintrittsfrei, am Naturfreundehaus gelegen und damit wirkte es schon, als sei man in einer anderen Welt. Leider war auch dieser Markt nass und kalt, und damals wussten wir noch nicht, dass die Saison für uns viel trocknen bedeuten wird. Die Sanitäranlagen haben natürlich alles übertroffen. Wir hatten nicht nur saubere, große Toiletten, sondern auch 3 Duschkabinen. Also 3 für jedes Geschlecht, was schon sehr schön war. Da wir uns nach Hohensyburg entschlossen hatten Montags den Abbau anzutreten, konnten wir sogar im trockenen abbauen.


Weiter ging es dann im Juni zu der Veranstaltung "Ahlen zeigt Flagge" wurde auch ein Mittelaltermarkt organisiert, leider hat sich auf diesen Markt kaum ein Besucher verlaufen, was aber nicht am Veranstalter des Mittelaltermarktes lag, sondern eher am Gesamtkonzept der beiden Veranstaltungen, bzw. der Aufteilung. Für mich wirkte das ganze eher wie ein zufälliges Zusammentreffen zweier Veranstaltungen auf dem selben Gelände zur selben Zeit.
Allerdings muss ich zugeben, war ich mit dem Veranstalter des Marktteiles sehr zufrieden, denn als er bemerkte das es für uns Mittelalterleute am Sonntag eigentlich nichts, und so garnichts mehr gab, durften die, die wollten auch frühzeitig abbauen.


Der darauffolgende Markt, war der Mittelaltermarkt in Datteln. Nun, wo soll ich anfangen...
In meinen Augen hätte man mehr aus diesem Mark machen können, ich glaube diese Aussage trifft es ganz gut. Leider haben bei diesem Markt verschiedene Teilnehmer abgesagt, weshalb die Wiese an dem Rathaus etwa zur Hälfte leer war, aber nunja, da kann ein Veranstalter nichts für. Schön fand ich, dass sich das Museum morgens um unseren Kaffee bemüht hat. Leider war das neben dem annehmbaren Wetter auch fast das einzig gute. Die Sanitärsituation war, in meinen Augen, alles andere als tragbar. Tagsüber gab es für Besucher und Teilnehmer nur die Möglichkeit im Museum auf Toilette zu gehen, das bedeutete 2 Kabinen für die Damen. Erst abends wurde ein unbeleuchteter Toilettenwagen und 3 Dixis für die Nachtwache (Vielleicht waren damit auch Teilnehmer gemeint) geöffnet. Allerdings wurde der Toilettenwagen schon Sonntagmorgen abgeholt, und das Museum schloss scheine Pforten um 19 Uhr. Somit hatten wir ab 19 Uhr bis Marktende 20 Uhr nur die Dixis zur Verfügung.


Das Marktfest in Warendorf, war wie schon im vorherigen Jahr, sehr schön. Leider hat der Wettergott uns dieses Jahr voll im Auge. Der Samstag war, bis auf eine kurze Ausnahme mit Niesel und Starkregen sonnig und warm. Der Sonntag war leider nass, weshalb die Besucher auch ausgeblieben sind. Bis auf ein paar Kleinigkeiten, die dem Veranstalter allerdings schon bewusst sind, kann ich über Warendorf erstmal nicht klagen.


Der vorletzte Markt, das Schlossfest Senden, war von der Atmosphäre her sehr klasse. An diesem Wochenende hat fast alles gepasst, das Wetter war schön, die Besucherzahlen waren auch sehr gut, aber ich denke das Senden, genau wie Schwerte, nicht die Region für unsere Waren ist. Was ich etwas schade fand, war dass der nebenstehende Zirkus uns ein paar Probleme beschert hat, was natürlich bei allen Teilnehmern deutlich auf die Stimmung drückte und jeder etwas vorsichtig war. Aber sein Feierabendbierchen auf der Zugangsbrücke zu genießen, hat auch einen gewissen Charme.


Wie haben wir es auf dem Markt ausgedrückt? "Für ein Stadtfest mit angeschlossenem Mittelaltermarkt war es schön"! Und genau das war es auch in Schwerte. Es war trocken und die Besucherzahlen haben gestimmt. Leider gab es ein paar eher unschöne Aspekte, die ich aber nicht Nostja und Morian vorhalte, sondern eher dem Hanseverein.
Der kleine Marktplatz den wir zur Verfügung stehen hatten war sehr schön, leider war die Situation mit den Betonsteinen nicht die schönste. Wenn mir jemand Betonsteine verspricht von 20x20x20cm erwarte ich Beton und keine Hohlsteine. Das hätte fast dazu geführt das wir entweder die 4- fache Menge an Steinen bekommen oder eben nicht aufbauen. Nunja, dank Morian hatte sich dies recht schnell geklärt und wir haben in einer Rekordzeit von 5 Stunden endlich aufgebaut und verstaut.
Das nächste, eher unschöne war die Toilettensituation.. Nachts durften wir auf die öffendlichen Toiletten gehen die etwa 5 Minuten Fußweg von uns entfernt waren, tagsüber der Toilettenwagen war in Ordnung. Er war sauber und wir hatten Wasser. Den entschluss Sonntags abzubauen, obwohl wir verfechter von Montagsabbau sind, kam als ich mitbekam, das der Wagen am Sonntag schon abgeholt werden sollte. An diesen Sachen muss der Hanseverein für die Zukunft wirklich arbeiten, weil das sind keine tragbaren Zustände. Ich hoffe aber für die Zukunft, dass der Hanseverein den Mittelalterbereich nicht als Konkurrenz sondern als Bereicherung für das Pannekaukenfest sieht.



Im gesamten war das Jahr interessant und lehrreich. Wir haben viele liebe, nette Menschen kennengelernt, viele Freunde gefunden, aber vor allem hatten wir eigentlich auf jedem Markt sehr viel Spaß und ich hoffe anderen geht es genau so.
Ich werde die Abende am Lagerfeuer, an den Tavernen und auf den Brücken sehr vermissen und hoffe, dass es nächstes Jahr ebenso schön wird wie dieses Jahr.

Für nächstes Jahr ist in Planung das wir das Handspinnen, die Sprangtechnik und die Fletcherei fest in unser Tagesprogramm mit aufnehmen. Dafür werden noch einige Bastelarbeiten nötig sein. Eine Uhr und eine Tafel, wie sie bei Vorstellungen auf dem Markt oft zu sehen sind. Zudem werden wir den Baldachin etwas umarbeiten, so dass Seitenteile und ein neues Dach hinzu kommen. Außerdem hat sich Florian vorgenommen, Sitzkisten zu bauen.

Ich werde mich jetzt daran begeben, eine kleine Galerie zu erstellen für die Bilder des Jahres 2012.

Ich wünsche Euch allen einen angenehmen Mittwoch.

Liebe Grüße

Eure Lika

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